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Balte

Unsere Malumaa schrieb einen Post namens Steemianer - Wer seid ihr?!?. Darin beschrieb sie ihre "Helden ohne Bild", die sie durch den Steem begleiten. Inspiriert von der Fülle an Adjektiven und Vergleichen enstanden bildhafte Darstellungen unserer Gangmitglieder.

Balte's Beschreibung

Zusammen mit dem Digitalen hatten wir die Vision, die Weltherrschaft an uns zu reißen und weltbewegende Forschungen der Lotto-Katze in die Welt hinaus zu tragen. Sein Schreibstil ist sehr delikat und ich liebe es, seinen Worten zu lauschen und nebenbei im Quantenschaum zu baden. Er verführt Menschen mit seinem Charme und seiner unbestechlichen Logik, die er in den Kommentaren preisgibt. Daher entstand in meinem Kopf ein Bild, welches zwischen dem Genie mit Herz Albert Einstein und dem Mann der Extreme Ernest Hemingway schwankt.

Autorin: Malumaa
Designer: GetDigital
Quelle: Die fabelhafte Welt der Malumaa



CorneliaStrunz

Rachegeist, der Trank des Bösen

In den letzten Wochen und Monaten tauchen steemweit Werbeplakate für ein Trank namens Rachegeist auf. Vielen ist dieses pechschwarze Gebräu kein Begriff. Doch als Mitglied der "Gang of Steemians", und somit Krieger des Lichts, muss ich euch vor dem Genuss dieses Tranks warnen. Die Brennerei setzt auf verspielte und verharmlosende Sprüche, um Kunschaft anzulocken und den ursprüngliche Ruf des Getränks aufzupolieren. Denn gemeinhin ist Rachegeist auch bekannt als der "Seelenfresser Trank".



Verwantwortlich für die Produktion, ist die Brennerei "Schwarzer Ritter", die in den westlichen Ausläufern des Steems ansässig ist. Besitzerin und Geschäftsführerin der Brennerei ist die allseits bekannte Hexe CorneliaStrunz.

Die Geschichte

Es ist allgemein bekannt, dass Kruul, der letzte steemianischen König, nach einer Jugend voller Ausschweifungen dem Zorn und Wahnsinn verfiel. Nicht so bekannt ist, dass er dies dem Heiterwasser zu verdanken hat.

Kruul, wie auch alle anderen Familienmitglieder des steemianischen Königshauses lebten frei von Sorgen in einem prächtigen Schloss im Zentrum des Steems. Bis auf den König, der Hüter der heiligen Blockkette war, hatten alle anderen am Hofe, den ganzen Tag lang nix sinnvolles zu erledigen. Ihre einzige Sorge bestand in der Festlegung einer Uhrzeit, an jener man aufzustehen gedachte. Kruul, steemianischer Prinz und rechtmäßiger Anwärter auf den Thron, genoss sein privilegiertes Leben. Des Tages schlief er. Des nachts feierte er mit seinen Freunden, bis die Sonne schwankend aufging. Jahrelang genossen sie bei ihren Gelage das berühmte Steemwalder Heiterwasser.

Heiterwasser heitert bekanntlich auf und lässt alles in der Umgebung aufregend und interessant erscheinen. Ein exzessiver Genuss von Heiterwasser allerdings, führt zu einer Art Immunität gegen Glückseligkeit. Nach jahrelangem Heiterwassermissbrauch, trat diese Immunität schließlich bei Kruul auf. Er wurde unfähig, Glück oder Aufregung zu empfinden. Das Leben schien an ihm vorbei zu ziehen. Er gab sich auf und verweilte nur noch unbeteiligt in einer dunklen Ecke seines Schlafgemachs.

Besorgt ließ Kruuls Vater, König Laros, alle Heiler des Steems an den Hof holen. Doch niemand vermochte ihm zu helfen. Denn bisher waren keine Nebenwirkungen des Heiterwassers bekannt. Verzweifelt wandte sich Laros an den Hexenzirkel Takaras. Diese entsandten eine Hexe, die sich dem jungen Prinzen annehmen sollte. Anders als die Heiler, kannte die Hexe diese Art des Gebrechens. Doch eine Heilung gab es nicht. Mit ihrem Wissen um Kruuls Zustand, kehrte die Hexe zum Zirkel zurück. Wochenlang kochten die Hexen eine Tinktur nach der anderen.

Doch sie vermochten seine Lebensgeister nicht zu wecken.

Eine Hexe des Zirkels, Aurelia Mondlicht, verspürte kein besonderes Interesse daran, dem kleinen Prinzen zu helfen. Sie musste sich im Leben stets durchkämpfen. Nichts wurde ihr geschenkt. Im Gegenteil. Man versuchte sie zu betrügen, bestehlen und sogar zu töten. Angewidert von der dekadenten und unbeschwerten Lebensweise des jungen Prinzen, entschied sie sich, sein Leben, und damit auch seine Qual, zu beenden. Sie gedachte ihn zu vergiften. Um nicht gleich den Verdacht des Giftes beim Ableben des Prinzen aufkommen zu lassen, mischte sie eine eigene Version des Seelenfresser Giftes, verdünnte es und träufelte an jedem Tag einige Tropen in seinen Wasserkrug.

Seelenfresser war ein teuflisches Gift. Es tötete sein Opfer langsam. Es sollte ihn zuerst an den Rande der Todesschwelle bringen. Dort angelangt, musste er in seinem Geiste solange dort verbleiben, bis das Gift seine Seele vollständig verzehrt hatte. Dann entfaltete es

eine unvorstellbare Todesangst, die das Opfer tötete. Doch der Prinz wollte nicht sterben. Anstatt bewusstlos zu werden, wurde er immer kräftiger und lebhafter. Aurelia Mondlicht hatte in ihrem Bestreben, den Prinzen für seine Dekadenz büßen zu lassen, einer Heilung für das später als Heiterismus bezeichnete Gebrechen entdeckt.

Da unter den Hexen ein Pakt bestand, der die Auslieferung oder Verurteilung einer Schwester, im Falle eines Verbrechens an Außenstehenden, verhinderte, widmete sich der Zirkel lieber der Erforschung dieser wundersamen Heilung. Aurelia Mondlicht stellte schlussendlich fest, dass sich ab einer gewissen Menge Heiterwasser, dieses sich im Körper des Trinkers festsetzt. Wird dem Heiterwasser eine geringe Dosis Seelenfresser hinzugefügt, leidet der Konsumierende am Eindruck des Ablebens, was ein wahrhaft übermächtiges und unbeschreibliches Gefühl ist. Dieses Gefühl wirkte der Apathie des Heiterismus entgegen. Einige der in Heiterwasser enthaltenen Komponenten verhindern jedoch, dass Seelenfresser die Seele angreifen kann.

Sobald das Gift merkt, dass es seine Bestimmung nicht erfüllen kann, gibt es auf und verlässt den Körper des Vergifteten. Vergiftung und Rauschzustand sind damit aber auch beendet. Aurelia verfasste ein Rezept, das ein genaues Gleichgewicht der in Heiterwasser enthaltenen Komponenten zu Seelenfresser enthielt. Diese Tinktur taufte sie Rachegeist. Es galt als ungefährliches Rauschmittel und wurde fortan von der hauseigenen Brennerei des Takaras Zirkels produziert und vertrieben.

Verlorenes Wissen

Der junge Prinz Kruul hatte soviel Heiterwasser getrunken, dass er fortan nur noch auf Seelenfresser angewiesen war. Doch er hielt sich nicht an die vorgeschriebene Dosis. Anstatt zwei Seelenfressertropfen täglich, nahm er von Zeit zu Zeit drei zu sich. Damit verursachte er zwar ein verstärktes Gefühl des Ablebens, wurde aber auch davon abhängig. Da das Gleichgewicht zwischen Gift und Heilung gestört war, wurde auch Kruul's Seele nach und nach vernichtet. Dies machte ihn immer zorniger und grausamer.

Als Kruul nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Laros zum König ernannt wurde, war er endlich in der Lage, Rache an der Hexe Aurelia Mondlicht zu verüben. Auch wenn das Gift sein Leben rettete, war die eigentliche Absicht, seine Tötung. Das konnte er der Takaras Hexe nicht verzeihen. Da der Zirkel für den Schutz der Hexe sorgte, ordnete Kruul die Vernichtung des gesamten Zirkels an. Er schickte fünfhundert seiner berüchtigten schwarzen Ritter in den Kampf. Und er gewann. Der Zirkel war zerschlagen. Die Takaras Hexen tot. Bis auf eine.

Cornelia, Takaras Hexe in siebter Generation. Cornelia war zum Zeitpunkt der Schlacht am anderen Ende des Steems, auf der Suche nach den Reen. Die Reen waren ein liebevolles Volk, das sich meist unter der Erde aufhielt. Cornelia besuchte sie regelmässig, um erworbenes Wissen auszutauschen. Während ihres Aufenthaltes bei den Reen, drang die Nachricht der Vernichtung ihres Zirkels zu ihr durch. Cornelia, die ab diesem Zeitpunkt als flüchtig galt, wurde von den Reen in Sicherheit gebracht. So konnte sie die Schreckensherrschaft des seelenfressersüchtigen Königs aussitzen.

Nach Kruuls Tod, machte sich Cornelia auf die Reise zu ihrem Zirkel. Sie fand nur noch Ruinen vergangener Tage vor. Doch unter der Erde schlummerte noch eine geheime Bibliothek. Cornelia entfernte Stein um Stein bis sie endlich den Eingang freigelegt hatte. Sie betrat das Gewölbe. Entsetzt musste sie feststellen, dass auch die Katakomben vom Feuer nicht verschont blieben. Über die Hälfte der Schriften wurden zerstört. In einer Pfütze zu ihren Füssen lag ein verschmutztes Stück Papier.

Sie hob es auf und schüttelte den Schlamm ab. Es war das ursprüngliche Rachegeist Rezept von Aurelia Mondlicht.

Brennerei "Schwarzer Ritter"

Um den alten Tagen und ihren verstorbenen Schwestern zu gedenken, ließ Cornelia die Takaras Brennerei wieder in Betrieb nehmen. Sie hatte den Krieg unbeschadet überstanden, was wahrscheinlich dem Schwarzen Ritter zu verdanken war.

Wagt es bloß nicht, euch der Brennerei ohne Erlaubnis zu nähern. Der Name der Brennerei bezieht sich auf einen uralten Fluch des Hexenzirkels Takaras. Demnach wurde ein in untreue gefallener Ritter namens Rigor Mortis von den Hexen zum ewigen Wachdienst am Eingang verdonnert. Seither bewacht er die Brennerei. Da er bereits vor Jahrhunderten verstarb, kann man ihn weder töten, noch verletzten. Er ist nur etwas kitzelig.

Hexen sollten besondere Regeln im Umgang mit dem schwarzen Ritter beachten. Rigor hasst Hexen. Verständlich bei solch einer Bestrafung. Da der Fluch aber vorsieht, dass er Hexen nichts antun kann, macht er sich Luft, indem er die Besen der Hexen zerbricht. Daher gibt es außerhalb der Brennerei einen ausgeschilderten Abstellplatz für Hexenbesen.

Autor: GetDigital
Designer: GetDigital
Quelle: Rachegeist, der Trank des Bösen



GetDigital

Unsere Malumaa schrieb einen Post namens Steemianer - Wer seid ihr?!?. Darin beschrieb sie ihre "Helden ohne Bild", die sie durch den Steem begleiten. Inspiriert von der Fülle an Adjektiven und Vergleichen enstanden bildhafte Darstellungen unserer Gangmitglieder.

GetDigital's Beschreibung

Er ist ein genialer theoretischer Denker mit einem IQ von 187 und beschäftigt sich gerne mit der Lotto-Katze von @Balte. Immer wenn ich fix und fertig von der Arbeit nach Hause komme, meinen Laptop aufschlage und eine Nachricht von ihm lese, erblüht meine kleine Welt zum Leben, da er mich ständig mit seinen Kommentaren zum Lachen bringt. Er ist ein großer Fan des Lebens und bringt alle Frauen in seinem Umfeld zum Weinen. In meiner Vorstellung nimmt er also die Gestalt vom verrückten und überdurchschnittlich

intelligenten Sheldon (Big Bang Theory), dem sanften Revolutionär Bob Marley und dem weisen Dalai Lama ein.

Autorin: Malumaa
Designer: GetDigital
Quelle: Die fabelhafte Welt der Malumaa



Kissi

Unsere Malumaa schrieb einen Post namens Steemianer - Wer seid ihr?!?. Darin beschrieb sie ihre "Helden ohne Bild", die sie durch den Steem begleiten. Inspiriert von der Fülle an Adjektiven und Vergleichen enstanden bildhafte Darstellungen unserer Gangmitglieder.

Kissi's Beschreibung

Dieser wundervollen Dame wohnt solch ein Zauber inne, dass ich mich, wenn ich ihren Namen nur lese, vollständig geerdet und wohl fühle. Ja, wenn ich nur an ihren Namen denke, fühle ich mich sicher und geborgen. Sie hilft wo es nur geht und das ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Stets und ständig laufe ich ihr bei Steemit über den Weg, wenn es mir mal nicht gut geht. Ein Zufall? Mhhh, ich denke eher Schicksal, denn in ihrer Gegenwart spüre ich regelrecht die Sonne aus meinem Bauch scheinen. In meinem Kopf wirbelt sie daher als eine Mischung aus dem stets lieben „Hab-dich-lieb-Glücksbärchi“,

einer romantischen Elfe und einer Fee mit höheren Kräften herum. Ich dachte immer, dass es solche ein Person nur in Märchen gibt, aber ich durfte sie hier auf Erden kennenlernen.

Autorin: Malumaa
Designer: GetDigital
Quelle: Die fabelhafte Welt der Malumaa

Das Kissi Special

Das Kissi-Paradoxon

In einem Kommentar wurde auf die Schwierigkeit, mit einem solch großen Kopf fliegen zu können, hingewiesen. Dies erinnerte mich an das folgende:
Das Hummel-Paradoxon beschreibt ein scheinbares Paradoxon der Aerodynamik, nach dem Hummeln nicht fliegen können.

Nach dem Paradoxon kann die Hummel nicht fliegen, dreht aber im Biergarten seine Runden um mein Getränk. Der Grund hierfür ist, dass das Hummel-Paradoxon ein Scherz ist, der seinen Ursprung in den 30er Jahren an der Universität Göttingen fand. Dementsprechend können Gerüchte über die Flugunfähigkeit der Plüschbirne ebenfalls als Märchen abgetan werden.

Geringes Verletzungsrisiko

Kein Gerücht ist, dass Kissi einen natürlichen Aufprallschutz besitzt. Die flauschige Glücksbärchen-Fusselbirne erlaubt höhere Aufprallgeschwindigkeiten bei geringerem Verletzungsrisiko. Dies ist besonders hilfreich in Situationen wie diesen:

Sie ist kein Glühwürmchen!

In einem Kommentar von Kissi, wies sie darauf hin, dass sie sich von jeglicher Ähnlichkeit zu Glühwürmchen distanziert:

Falls ich dann doch mal, angeheitert durch den Wald sausen sollte muss ich echt aufpassen um nicht mit einem Glühwürmchen verwechselt zu werden.

Ich hoffe die neuen Informationen helfen etwas Verwirrung ins Dunkel zu bringen. Falls euch noch weitere Ungereimtheiten auffallen sollten, hinterlasst ein Kommentar.

Autor: GetDigital
Designer: GetDigital
Quelle: Das Kissi Special



Malumaa

Der Orden der vier Elemente

In grauer Vorzeit gab es den magischen Orden der vier Elemente. Seine Mitglieder erlernten über Jahrzehnte hinweg, die Beherrschung der Elemente Erde, Luft, Feuer und Heiterwasser. Diese Fähigkeiten nutzten sie dann, um die Welt nach ihrer Vorstellung zu formen.

Mit den Jahrhunderten wurden sie immer leichtsinniger in der Anwendung ihrer Fähigkeiten. Sie beachteten die Regeln des Gleichgewichts der Natur nicht mehr oder

ließen ihre Elemente unbewacht irgendwo rumliegen. So geschah es, dass einst der Elementarmagier Grundiwald Brummelbart sein verzaubertes Glas mit Heiterwasser bei einer der berühmtberüchtigten Ordensparties auf dem Ofensims vergass. Zu späterer Stunde, beschwerten sich einige Gäste über die Kälte, die Bruder Gnarf Pusteblatt mit seinem Wind hereinbrachte. Ordensschwester Grillinde Brutzela nahm sich dem Problem an, und entzündete ein magisches Feuer und legte es im Ofen ab.

Die Party lief hervorragend. Von Heiterkeit übermannt, leerte sich nach und nach der Partyraum. Das Feuer erwärmte jedoch weiterhin unser Heiterwasser auf dem Sims. Als es dem Wasser zu warm wurde, entschied es sich, sich zu verduften. Stunden später war das Glas verlassen und in der Mitte des Raumes schwebte eine kleine Heiterwolke.


Der Orden der vier Elemente versuchte die neue Form der Heiterkeit zu erforschen und in dem rigiden System der vier Elemente einzuordnen. Doch die Wolke dachte nicht daran. Sie war störrisch und aggressiv. Sie fühlte sich von Brummelbart vernachlässigt und warf Grillinde sogar versuchten Mord vor. Wenn sich Ordensmitglieder ihr nähern wollten, verteidigte sie sich mit Blitzen.

Es entbrannte sogar eine Grundsatzdiskussion unter den Ordensmitglieder. Einige waren der Meinung, es handele sich bei der Wolke um ein neues Element und der Orden müsste zukünftig "Orden der fünf Elemente" heißen. Andere wiederum sahen in der Wolke nur einen anderen Aggregatszustand und bestanden auf den Verweis der Wolke aus dem Orden. Schlussendlich entschied sich der Orden einstimmig für den Verweis der Wolke. Nicht wegen Aggregatszuständen oder der Anzahl der Elemente. Sondern ganz einfach nur wegen der Tatsache, dass man endlich wieder im Partyraum feiern wollte, und die Wolke diesen Raum seit ihrer Entstehung als ihr Territorium verteidigte.

Neue Freunde

Einsam zog die Wolke durch den Steemwald. Sie mied nach Möglichkeit jegliche Lebensform. Meist fiel sie ja eh nicht als Lebensform auf. Und wenn sich eine Bedrohung näherte, weinte sie. Denn ihr fiel auf, dass alle erdgebundenen Lebewesen wegliefen, wenn sie zu weinen anfing.


Bei ihrem Streifzug durch die Hochebene des Windgestirns sah sie ein kleines Menschenkind im Wald. Dieses lag zwischen Blümchen und freute sich des Lebens. Doch damit nicht genug. Die Blümchen freuten sich ebenfalls darauf, dass das Menschenwesen sich zu ihnen gesellte. Sie schienen Eins zu sein. Abgestorbene Äste erwachten wieder zum Leben. Verblühte Blumen erstrahlten wieder in voller Pracht und die Vögel zwitscherten die "Freude an die Ode".

Die Wolke näherte sich ihr langsam, in der Hoffnung, als Wolke nicht aufzufallen. Doch dem war nicht so. Das kleine Mädchen grüsste sie freundlich. Erschrocken entfleuchte ihr ein Wölkchen. Die Kleine stellte sich als Malumaa vor und lud die Wolke dazu ein, sich zu ihr zu gesellen und das Leben zu genießen. Misstrauisch ließ sich die Wolke über Malumaa nieder.

Mit den Jahren wurden die Wolke und Malumaa unzertrennliche Freunde. Malumaa versprach ihrer Wolke, sie niemals zu verlassen und sie keiner unnötigen Gefahr auszusetzen. Im Gegenzug verteidigte Wölkchen Malumaa bei Gefahr, spendete ihr Schatten an fiesen Sommertagen und trug sie sogar über unpassierbare Pfade.


Der Orden der Wolkenreiter

Obwohl Malumaa und Wölkchen unzertrennlich waren, litt Wölkchen an Einsamkeit. Das lag daran, dass Wölkchen das einzige Exemplar seiner Art war. Um Abhilfe zu schaffen, gründete Malumaa den "Orden der Wolkenreiter".


Die Mitglieder des Ordens der Wolkenreiter dienten einzig und alleine der ersten Heiterwolke. Ihre Aufgabe war die Erschaffung neuer Heiterwolken und die Beendigung ihrer Einsamkeit. Eine Anfrage auf Kooperation mit dem Orden der vier Elemente wurde mit den Worten: "Wir bedauern Sie darüber zu informieren, dass der Support zu ihrem Aggregatszustand beendet wurde" beantwortet.

Die Gang of Steemians

Die "Gang of Steemians", die mittlerweile berüchtigste Heldentruppe des Steemwaldes, wurde von Malumaa und ihrer Heiterwolke in @MarkusMichael 's Schänke "Zur blauen Matrix" gegründet.

Malumaa begegnete immer häufiger böswilligen Kreaturen im Steemwald, die mit ihren unbedarften Handlungen das Leben anderer Steemianer bedrohten und den Steemwald schädigten. Offensichtlich schienen diese Kreaturen ein Ziel zu verfolgen, da sie koordiniert handelten. Es erhärtete sich der Verdacht, eine dunkle Macht wolle sich dem Steemwald bemächtigen und nutzte dafür alle niedere Kreaturen, die bereit waren sich ihr anzuschliessen.

Oftmals hörte Malumaa von ungewöhnlichen Gentlewomen und Gentlemen des Steemwaldes. Malumaa lud sie zu einem Fass Heiterwasser in die blaue Matrix ein. Sie unterbreitete ihr Angebot, sich für den Kampf gegen das Böse zusammenzuschliessen. Drei Fässer später

waren schlussendlich alle von der Idee begeistert und man besiegelte den Bund mit einem weiteren Fass. Sogar MarkusMichael zog seinen Kopf aus der Matrix um mit anzustossen.


Hilfsbereitschaft

Malumaa ist die gute Seele der Gang. Immer hilfsbereit, hat sie schon häufig der Gang aus der Patsche geholfen. @Meins0815 hat ihr deswegen schon einen Heiligenschein an die Aura gelötet. Als dementsprechend hilfsbereit hat sich auch ihre Wolke herausgestellt. Bei Malumaa's wöchentlichem Besuch bei @Kissi, hilft Wölkchen @Taldor die nicht versiegelten Fässer ins Lager zu transportieren. (Es wurde schon vermutet, dass die Wolke nur deswegen so bereitwillig die Fässer transportiert, weil die frischen Heiterdämpfe in die Wolke aufsteigen)

Info für Tierschützer

Dem der rumheulen wollte, weil man dem Vogel den Schnabel ungerechtfertigt abgebunden hat, sei gesagt, es gibt gute Gründe. Einst ist einer der Vögel wegen Erschöpfung ins Trudeln gekommen und anschließend ins Fass gefallen. Um zu überleben, hat der hässliche Adler das Fass leer gesoffen.


Jahre danach, hatte er sich immer noch nicht von der konsumierten Heiterkeit erholt. Er kaufte sich eine hässliche Lederjacke und trillerte den ganzen Tag das selbe Lied mit dem Titel "I've been looking for freedom".

Und das nun schon seit fast 30 Jahren. Daher entschied man, den Schnabel abzubinden. So kann ein Vogel bei Erschöpfung das Fass nicht wieder leer saufen. Besser ein toter Vogel, als einer, der uns 30 Jahre lang das selbe Lied um die Ohren haut.

Autor: GetDigital
Designer: GetDigital
Quelle: Malumaa, die Wolkenreiterin



MarkusMichael

Unsere Malumaa schrieb einen Post namens Steemianer - Wer seid ihr?!?. Darin beschrieb sie ihre "Helden ohne Bild", die sie durch den Steem begleiten. Inspiriert von der Fülle an Adjektiven und Vergleichen enstanden bildhafte Darstellungen unserer Gangmitglieder.

MarkusMichael's Beschreibung

Und last but not least Markusmichael alias Steemschlingel. Dieser grandiose Herr hat mich auf den Hashtag #bigtalk aufmerksam gemacht und sein Mut über Dinge zu schreiben bzw. zu kommentieren, die manchmal hinter verschlossenen Türen stattfinden, übertrifft alles. Ich liebe es, wenn er seine Emotionen in Worte verpackt und somit neue Denkweisen anstößt. Ich glaube daher, dass er Verbindung zum grandiosen Tony Robbins und zum heldenhaften Keanu Reeves hat.

Autorin: Malumaa
Designer: GetDigital
Quelle: Die fabelhafte Welt der Malumaa



Meins0815

Unsere Malumaa schrieb einen Post namens Steemianer - Wer seid ihr?!?. Darin beschrieb sie ihre "Helden ohne Bild", die sie durch den Steem begleiten. Inspiriert von der Fülle an Adjektiven und Vergleichen enstanden bildhafte Darstellungen unserer Gangmitglieder.

Meins0815 Beschreibung

Er besticht mich immer durch seine (ich glaube, dass es sich bei diesem grandiosen Steemianer um einen Mann handelt) erfrischend ehrlichen und offene Art. Ich liebe es, wenn sich Menschen nicht verstellen und eben so natürlich und unverfäscht sind, wie Gott sie schuf. Er wirkt auf mich wie ein Eroberer, der seine Freiheit liebt und jeden und alles respektiert. Ich stelle ihn mir daher als eine Mischung aus jemand vor, mit dem man die Route 66 auf einer Harley Davidson genießen kann und dem unsterblichen Che Guevara vor.

Autorin: Malumaa
Designer: GetDigital
Quelle: Die fabelhafte Welt der Malumaa



MrMasterCryptow

Selbstdarstellung

Man nennt mich in Kennerkreisen auch den Paten vom Vatikan und ich bin für die Weihrauchverteilung zuständig. Ich kann meinen Namen auch furzen.War damit mal ne ganze Zeit mit einem Zirkus unterwegs. Ich bin quasi der inkorporierte Minimalsmus schlechthin. Ich lebe so minimalistisch, dass ich direkt mal meinen Körper abgelegt habe. Mein Hirn schwimmt jetzt in einer Lösung aus Kochsalz und ein paar Nährstoffen in einer überdimensionierten Petrischale. Da ich ein ganz besonders kleines Gehirn mein Eigen nennen darf, gibt es eigentlich keinen Ort auf der Welt an dem ich nicht glücklich werden könnte

MrMasterCryptow's Leben

Bereits in jungen Jahren entschied sich Crypto für den Weg des Glaubens. In einem abgeschiedenen Kloster sollte er ein Schweigegelübde ablegen. Dass dieses Unterfangen zum Scheitern verurteilt war, dürfte uns nicht abwegig erscheinen. Unaufhörlich quatschte er. Er redete im Schlaf. Er redete sogar, wenn er schwieg. Und so war es nicht verwunderlich, dass alle anderen Bewohner genervt das Kloster verließen. Das machte ihn natürlich zum Leiter desselben.

Frei von jeglichen Regeln und Traditionen, begann er, seinen eigenen Weg zur absoluten Freiheit zu erarbeiten. Um die spirituellen Ebenen seines Selbst um Rat fragen zu können, bediente er sich des Weihrauchs. Er fackelte davon soviel ab, dass er sogar vom Vatikan für drei Jahre als Pate zur Weihrauchverteilung angestellt wurde. Einige Monate nach seinem Dienst im Vatikan wurde ihm die absolute Erleuchtung der Freiheit zuteil. Niedergeschrieben, wurden diese Worte von nun an der Cryptow Glaube genannt. Kern seines Glaubens war die Ablegung des eigenen Körpers und die Minimierung des kläglichen Restes.

Er legte seinen Körper ab. Fortan brüstete er sich damit, sich überall wohl zu fühlen


Körperlos erschien er vielen als sehr fragil und hilflos. Jene belehrte der Crypto Pupser eines besseren. Seine Fähigkeit, seinen Namen furzen zu können, war auch seine stärkste Waffe. Je kleiner er wurde, umso konzentrierter der Pups. Einst wollte sich ein Luchs an MrMasterCryptow vergehen. Cryptow pupste ihm prompt ins Maul. Angewidert vom Geruch, verfärbte sich die Zunge des Luchses gelb, und er spuckte Cryptow wieder aus.


Zwei Wochen später übernahm der Luchs die Schweizer Staatsbürgerschaft und meldete sich für eine Einschläferung an, da er den üblen Geschmack nicht mehr länger ertragen konnte.
Im Verlauf der Jahre reduzierte MrMasterCryptow sein Volumen kontinuierlich. Schließlich war er so klein, dass er in eine 6qcm große Petrischale passte, die neben ihm mit HCl-Wasser und Erbsen

als Nährstoffen gefüllt war. Pupsen konnte er aber immer noch wie ein Weltmeister.


Autor: GetDigital
Designer: GetDigital
Quelle: MrMasterCryptow betritt die Bühne



PortalMine


PortalMine war einst ein jähzorniger und gewalttätiger junger Bursche, der in der gesamten Umgebung als krimineller Rabauke bekannt war. Er nutzte jede sich bietende Gelegenheit, andere zu übervorteilen oder auszurauben. Seine Eltern sahen keinen anderen Ausweg, als eine Ausbildung beim steemweit bekannten Vogt Taldor. Dieser besaß in der Nähe eine kleine Burg, in jener er an Sommertagen zu residieren pflegte. Vater und Sohn machten sich auf, um der Eltern Bitte, Taldor kund zu tun.

Die Ausbildung


PortalMine war so dermaßen unterbelichtet, dass selbst Taldor ihm nichts beizubringen vermochte. Nach Monaten der vergeblichen Mühe, gab Taldor dann schließlich auf. Um zu verhindern, dass PortalMine wieder durch die Gassen streift, und braven Bürger ihrer Geldbörse stiehlt, ließ er ihn am Hofe arbeiten. So wurde PortalMine der erste (und einzige) Wachposten vor den Toren der Burg.

Taldor konnte sich endlich den letzten Sommertagen des Jahres in Ruhe widmen. Doch so völlig entspannt, geriet PortalMine in Vergessenheit. Niemand dachte daran, ihm eine Mahlzeit oder einen Becher Heiterwasser vorbei zu bringen. Vierzehn Tage lang harrte PortalMine aus. PortalMine war zwar strohdoof, hatte aber dafür ein unübertreffliches Durchhaltevermögen.

Als man PortalMine nach zwei Wochen zu Essen und zu Trinken gab, entschied er sich, seine Rüstung mit Schwämmen zu versehen. Diese sollten, sofern es regnet, das Regenwasser speichern. So hätte er zumindest etwas zu trinken, falls man ihn erneut vergisst.

Die Schwämme der Weisheit

PortalMine liebte seine Schwämme. Sie sorgten nicht nur für einen Getränkevorrat, sondern ließen ihn auch sanfter zu Boden gehen, wenn er wieder über seine eigenen Füsse stolperte. Ihm war allerdings nicht klar, dass die verwendeten Schwämme magische Fähigkeiten besaßen.

Die verwendeten Schwämme waren sogenannte Super-Nuckler. Diese Nuckler saugen alles mögliche ein. So auch Wissen und Weisheit. Das einzige, das die Schwämme nicht leiden konnten, waren Orientierung und Zeitmanagement. Da sich PortalMine die Nuckler an den Helm geklebt hatte, übertrug sich die Wirkung der Schwämme auf ihn. Täglich wurde er klüger, höflicher und hilfsbereiter. Als Taldor das neue entdeckte Potential in ihm erkannte, bildete er ihn in den alten asiatischen Kampfkünsten aus. Im Verlauf des folgenden Jahres, wurde aus PortalMine ein vertrauenswürdiger und loyaler Mitstreiter, im Kampf gegen ...

Einmal ein Rebell ...

... immer ein Rebell. PortalMine genoss zwar sein neues klügeres Leben. Dennoch konnte er sich nicht mit dem Spiessergetue von Taldor abfinden. Von Zeit zu Zeit schlich er sich des Nachts zu den Kobolden und ließ sich den Bart frisieren. Wohl wissend, dass Taldor ihm am nächsten Tag auftrug, es wieder rückgängig zu machen, genoss er die Vorstellung, Taldor geärgert zu haben.

Mitglied in der Gang

Nachdem PortalMine's Ausblidung abgeschlossen war, führte Taldor ihn zu der "Gang of Steemians". Als Taldors Schützling wurde PortalMine ohne Umschweife in den Bund aufgenommen. Selbst des Lama's Meise mochte den Neuling und verzichtete darauf, ihm auf die Schulter zu kacken. PortalMine's Jugend ergänzte das Team hervorragend. Denn bisher bestand das Team vorwiegend aus alten Grummler, körperlosen Gehirnen und besoffenen Elfen.

PortalMines Fähigkeiten

PortalMine beeindruckte mit einem noch nie da gewesenem technischen Verständnis. So besaß er ein Smarthuhn. Angeblich sollte man mittels eines solchen Smarthuhns in der Lage sein, mit anderen Smarthühnern zu quatschen, obwohl diese meilenweit entfernt sind. Verrückt, nicht wahr?


Des weiteren konnte man bisher PortalMines Fähigkeiten hervorragend mit denen anderer Mitglieder kombinieren. So kann man Kissi's Feenstaub in Wasser gelöst auf die Schwämme träufeln, und PortalMine wird zu einer Wanderleuchte, da seine Schwämme zu leuchten beginnen.


Kissi auf Abwegen

Wie so häufig, genehmigt sich unsere Kissi, wenn sie sich unbeobachtet fühlt, ein Bad in unserem heiß geliebten Heiterwasser Fass.

Das führt natürlich nicht selten zu Unfällen beim Kampf gegen das ...

Bei der letzten Wanderung durch die Höhlen des Belzepelz, sollte Kissi die Nuckler Schwämme zum leuchten bringen. In ihrem Zustand jedoch, war sie nicht mehr in der Lage, Schwamm von Haar zu unterscheiden. Seither muss Kissi auf Wunsch von PortalMine einen Heitertest durchführen, bevor sie mit auf Abenteuer darf.

Autor: GetDigital
Designer: GetDigital
Quelle: PortalMine findet aus dem Wald



Taldor

Unsere Malumaa schrieb einen Post namens Steemianer - Wer seid ihr?!?. Darin beschrieb sie ihre "Helden ohne Bild", die sie durch den Steem begleiten. Inspiriert von der Fülle an Adjektiven und Vergleichen enstanden bildhafte Darstellungen unserer Gangmitglieder.

Taldor's Beschreibung

Hehe, Taldor erinnert mich irgendwie immer an den kleinen Hausgeist „Casper“. Denn mal ist er super präsent und so schnell er auch gekommen ist, so schnell verschwindet er auch wieder. Ich bin immer riesig erfreut, wenn er mir auf seinen Reisen durch die Steemit-Biosphären ein upvote da lässt und immer, aber auch wirklich immer, sehr informative und hilfreiche Kommentare hinterlässt. Stets ist er bemüht, dass Beste aus den Steemianern herauszukitzeln und sie weiter zu bringen. Seine Gesten erwärmen mein Herz. In meiner Fantasie stellt taldor daher ein Mischmasch aus dem tugendreichen

Nelson Mandela, dem überaus freundlichen Geist „Casper“ und dem verdammt coolen Brad Pitt dar.

Autorin: Malumaa
Designer: GetDigital
Quelle: Die fabelhafte Welt der Malumaa



ViktorDerBear

Alles nur ein Märchen?

Der Steemwald ist ein magischer Ort. Die grenzenlose Vielfalt an Pflanzen und Lebewesen entlässt einen nicht mehr aus dem Staunen. Jemand, der behauptet, sich im Steemwald auszukennen und bereits alles gesehen zu haben, ist entweder ein Lügner, oder läuft mit Scheuklappen durch die Welt.

Doch diese idyllische Welt hat auch ihre Tücken. Nicht alle Lebewesen sind einem freundlich gesinnt. Und nicht jede Pflanze ist Veganer. Dennoch verführt das Reich des Steems zu gefährlichen Abenteuer. Vor allem die Jünglinge des Waldes lassen sich gerne von ihrem Leichtsinn dazu verleiten, die Welt auf eigene Faust zu erkunden. Und nicht selten gibt es dann ... Pflanzenfutter.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Mütter des Steemwaldes als äußerst gestresst und besorgt gelten. Um die Kurzen davon abzuhalten, sich in jeder unbeobachteten

Sekunde aus dem Staub zu machen, erzählte man ihnen Gruselgeschichten von Monster, die durch den Wald streifen und jagt auf übermütige Jünglinge machen.


Dem jungen Sheldon Baby-Bob-Lama wurde ebenfalls von seiner Ur-Ur-Ur-Großmutter eine Geschichte erzählt, die ihn vor dummen Entscheidungen bewahren sollte. Und diese Geschichte möchte ich euch heute erzählen. Gesellt euch an mein Lagerfeuer, nehmt euch ein Taschenfass und lauscht meiner Geschichte von ...

Viktor dem Bären


Der kleine Viktor war, wie so viele seines Alters, unaufhaltsam, wenn es darum ging, sich durch das Unterholz des Steemwaldes zu zwängen. Seine Neugier war grenzenlos und er liebte es, den Steemwald zu erkunden. Von Zeit zu Zeit wartete er am Rande der dunklen Pfade, um achtlose Wanderer im richtigen Moment zu erschrecken. Dies allerdings, brachte ihm häufiger Ärger ein, als es ihm lieb war. Denn einige dieser Wanderer waren zwar achtlos, aber nicht unbedingt freundlich, oder gar wehrlos. Viktors umgängliches Wesen brachte ihm viele Freunde ein.

Wenn sich die Gelegenheit bot, machte er mit seinen besten Freunden, Dagla und Tevas, Söhne des Bauern und Dauerdichters Turmhold, den Wald unsicher. Sie bauten sich kleine Hütten aus rumliegenden Ästen, bezeichneten dies dann als Burg und verteidigten sie gegen imaginäre Feinde.


Die Tatsache, dass Viktor in Begleitung seiner Freunde durch den Wald streifte, beruhigte

seine Mutter jedoch in keinster Weise. Denn es waren ebenso Rabauken wie Klein-Viktor. Eines warmen Sommertages, trafen sich die Drei wie so häufig im Gebüsch hinter Viktors Elternhaus. Dagla berichtete von einer Karawane von Kriegern, die unweit einen der dunklen Pfade passieren sollte. Dies konnten sich die drei natürlich nicht entgehen lassen. Viktors Heimatort Dornenschlucht lag so weit außerhalb des Einflussbereichs irgendeines Herrschers, dass es eine Seltenheit war, echte Krieger zu Gesicht zu bekommen. Zudem gab es schon seit geraumer Zeit keine Herrscher mehr im Steemwald, deren Namen zu merken es sich gelohnt hätte.

Heimlich machten sich die drei Möchtegern Entdecker auf den Weg zum besagten Pfad. Dort angekommen, warteten sie stundenlang am Wegesrand. Doch nichts rührte sich. Nur eine heitere Fee mit Schluckauf flog im Zickzack an ihnen vorbei. Aber das war kein Seltenheit. Aus bitterer Erfahrung heraus, mochte auch keiner der Drei die Fee erschrecken. Denn beim Erschrecken einer heiteren Fee,

setzte diese ihre gesamte Heiterkeit schlagartig frei.


Nach vier Stunden des langweiligen Wartens, schlug Tevas vor, den Pfad nordwärts zu wandern. Er vermutete, dass die Krieger unterwegs Rast machten. Dagla warnte jedoch davor, den Pfad zu benutzen. Denn nur allzu oft sind ihnen unheimliche Kreaturen auf den Pfaden begegnet.

So entschieden sie sich, sich durchs Unterholz zu kämpfen. Einige Stolpersteine später erblickten die Drei einen Trupp schwarzer Flöhe. Schwarze Flöhe waren die einstigen Ritter des Königs Kruuls. Kruul war der letzte Sohn des steemianischen Königshauses und rechtmäßiger Erbe der Krone des Steems. Somit war er auch der letzte Hüter und Beschützer der heiligen Blockkette. Jedoch verfiel Kruul nach einer Jugend voller Ausschweifungen dem Zorn und Wahnsinn. Mit seiner Ernennung als König begann eine hundert Jahre andauernde Schreckensherrschaft über den Steemwald.

Die einst stolzen und mächtigen Krieger Kruul's trugen eine schwarze Rüstung aus Vanta-Stahl. Vanta-Stahl war nicht besonders robust. Ein Hieb mit einem Zweihänder vermochte die Rüstung problemlos durchdringen. Doch sie waren leicht und dunkelschwarz. So war ein Kruul Ritter äusserst schnell und des nachts nicht zu entdecken. Nächtliche Überfalle dieser Truppen waren also keine Seltenheit. Ein Kampf gegen einen Kruul Krieger war äußerst gefährlich. Stand man einer Kruul Rüstung entgegen,

beschlich einen das Gefühl, in ein tiefes schwarzes Loch zu fallen. Dies war dermaßen ablenkend, dass man sich nur noch schwer auf seine Kampfkunst konzentrieren konnte. Man erzählte sich, dass die Farbe der Rüstung der Farbe Kruul's Seele nachempfunden wurde. Mit dem Tode Kruul's, ging das Wissen um die Fertigung dieser Rüstungen verloren.


Durch des Königs Misswirtschaft und Kriegstreiberei verursachte er eine Jahrzehnte lang andauernde Hungersnot. In den ersten Jahren zwang er das Volk, den grössten Teil der Ernte an seine Truppen abzugeben. Doch mit der Zeit schwanden auch diese Vorräte. Nachdem über die Hälfte der Bevölkerung dem Hunger erlegen war, ordnete Kruul eine Rationierung der Nahrung bei seinen Truppen an. Seine Truppen konnten hierdurch nicht mehr so hart trainieren und magerten allmählich ab. Doch ihre Angriffsgeschwindigkeit blieb unverändert legendär. So kam es, dass man die Wachen Kruul's hinter hervor gehaltener Hand als "Schwarze Flöhe" bezeichnet. Schmächtig, schnell und unbeliebt. Nachdem das letzte steemianische Königreich aufgrund von Rebellion und Hunger zerfiel, streiften die Kruul Wachen wildernd und raubend durch die Lande. Der Name "Schwarze Flöhe" blieb jedoch erhalten.

Viktor war dermaßen begeistert vom Anblick der Rüstungen, dass er näher ran kriechen wollte.

Seinen beiden Freunden reichte schon der Anblick einer Rüstung, die an einem im Boden steckenden Schwert am Rande des Lagers hing. Sie traten ängstlich den Rückweg an. Dies hielt Viktor nicht von seinem Vorhaben ab. Den Blick auf die patrouillierenden Wachen gerichtet, kroch Viktor langsam näher an das Lager. Er wollte einmal diese wundersame Rüstung berühren. Als er sie nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte, zog er sie vom Schwert herunter ins Gestrüpp. Seine Hände schienen sich bei der Berührung der Rüstung zu verdunkeln. Als wenn jemand die Sonne verdecken würde. Begeistert von seinen diebischen Fähigkeiten, legte er den erbeuteten Brustpanzer behutsam an.

In diesem Moment springt eine Kruul Wache vom untersten Ast eines Baumes und packt ihn an der eben angelegten Rüstung. Die Wache beugte sich runter zu Viktor, blickte ihm tief in die Augen und sagte mit rauer Stimme: "Diebstahl wird mit dem Tode bestraft. Und das gilt auch für Jünglinge wie dich".

Als die Wache den Dolch aus der Scheide zog, nutzte Viktor die Gelegenheit. Er trat so fest er nur konnte auf den Fuß der Wache. Erschrocken löste die Wache ihren Griff an der Rüstung, sodass der Kleine losrennen konnte. Während die Wache ihre Gefährten zusammentrommelte, lief Viktor tiefer in den Wald hinein. Er wusste, dass ihm die Wachen folgen würden, und wollte nicht riskieren, sie nach Dornenschlucht zu locken. Ohne zurückzublicken hechtete er durchs Unterholz. Dabei streifte er Dornenbüsche und Äste, die seine noch sehr empfindliche Haut aufschlitzten. Doch er verspürte keinen Schmerz. Hinter ihm hörte er das Kriegshorn der Kruul Wachen ertönen. Er rannte noch schneller. Doch vergebens. Wie aus dem nichts, tritt vor ihm eine Wache hinter einem Baum hervor. Die Wache war bereits so nah, dass Viktor nicht mehr auszuweichen vermochte, und rempelte die Wache an. Viktor fiel zu Boden. Doch es tat nicht weh. Ganz im Gegenteil. Der Boden war fast schon weicher als sein mit Straußenfedern gefülltes Bett. Doch kaum war der Gedanke zu Ende gedacht, sah er schon die Wache auf ihn zukommen.

Er drehte sich auf den Bauch um kriechend zu entkommen, als der Boden unter ihm nachgab.


Viktor stürzte in einen alten Minenschacht, der nur mit modrigen, alten Brettern und einer Lage Moos bedeckt war. Er berührte mehrmals die Wände des Schachtes bevor er hart auf dem Boden aufschlug. Verschwommen nahm der Kleine noch wahr, wie einige Kruul Wachen durch den Schacht auf ihn blickten und sich lachend wieder entfernten. Eine Wache beantwortete die Frage, ob man die Rüstung bergen sollte: "Auf eine blutverschmierte Rüstung kann ich verzichten".

Langsam öffnete Viktor seine Augen. Es war Nacht geworden. Der Mond schien in den Schacht herab und spendete ausreichend Licht um sich etwas orientieren zu können. Er verspürte Schmerzen. Grauenvolle Schmerzen. Am Kopf, Armen und Beinen hatte er blutige Wunden. Er konnte sich zwar aufrichten, nicht aber aufstehen. Denn sein rechtes Bein schmerzte wahnsinnig, wenn er es bewegte. Offensichtlich hatte der Brustpanzer ihm das Leben gerettet. Denn einen solch tiefen Sturz hätte niemand ohne weiteres überleben können. Nun hoffte Viktor auf die Hilfe seiner Freunde und Familie. Er wartete schmerz gepeinigt. Nach Hilfe rufen konnte er nicht. Das Risiko, dass die Wachen ihn hören würden, war zu hoch. Doch niemand kam zu Hilfe. Zwei Nächte lang wartete er am Ende des Schachtes auf Hilfe. Dann wagte er es, nach Hilfe zu rufen. Doch auch das war vergeblich. Niemand eilte herbei.

Verzweifelt rollte sich Viktor auf den Bauch und kroch in die Dunkelheit des Minenschachtes, um nach einem Ausgang zu suchen.

Da er keinerlei Lichtquelle besaß, musste er den Weg erfühlen. Im Inneren wurde es eindeutig wärmer als am Schachtende. Doch ein Ausgang war nicht zu sehen. Auch kein Windhauch zu spüren. Einen ganzen Tag lang kroch Viktor durch die Dunkelheit der Mine, bevor er durch Schmerz und Hunger ohnmächtig wurde. Als er aufwachte, erblickte er kleine Schwache Lichter in der Dunkelheit, die sich zu nähern schienen. Erst zwei, dann sechs und schließlich viele, viele mehr.


Viktor näherten sich Erdwühler, auch Reen genannt. Reen sind Steemwald Bewohner, die fast ausschließlich unter der Erde leben. Sie verlassen ihren Bau nur, wenn eine Zutat zur Herstellung von Heiterwasser fehlt. Ansonsten finden sie alles lebensnotwendige unter der Erde. Sie sind so schüchtern, dass ihre Existenz bereits der Welt der Mythen zugeschrieben wird. Die Reen sahen, dass Viktor schwer verletzt war, und boten ihm ihre Hilfe an. Jedoch unter gewissen Bedingungen. Er durfte niemals das Volk der Reen in einem Gespräch oder anderweitig erwähnen, und er müsse sich ihren Regeln und Lebensweise unterwerfen. Völlig entkräftet und dankbar für jede Hilfe, willigte Viktor ein.

Die Jahre vergingen und Viktor wuchs inmitten seiner kleinen Freunde auf. Jedoch war Viktor mittlerweile nicht mehr so klein und passte nicht mehr in die Reen Tunnel. Während die Reen die von ihnen gegrabenen Tunnel bewohnten, durfte Viktor die von Menschen geschaffenen Minenschächte als sein Eigen betrachten. Das Leben unter der Erde veränderte Viktor. Durch das ständige Graben unter der Erde, war er stärker als jedes Exemplar seiner Rasse.

Er vermochte genauso gut wie ein Reen im Dunkeln sehen und durch die tägliche Ausblidung von Reen Asregin verstand er, wie sich die Welt um ihn rum aufbaute und wie man sie sich zu Nutze machen konnte. Die Reen besaßen Jahrtausende altes Wissen. Dieses ging nie in irgendwelchen Kriegen verloren, da sich die Reen nie an irgendwelchen Kriegen beteiligten. Wenn Krieg herrschte, vergruben sie sich umso tiefer in der Erde, und bewahrten so ihr Wissen und ihre Lebensweise. Da Viktor sich bisher ihren Regeln gebeugt hatte, ließen sie auch ihn an diesem Wissen teilhaben.

Doch keine gute Tat soll unbestraft bleiben. In Viktor wohnte immer noch der alte Gräuel, jener Tage, als man ihn zum Sterben im Wald zurückließ. Er hasste die Schwarzen Flöhe für die Jagd auf ihn. Er konnte es seinen Freunden nicht verzeihen, dass sie nie nach ihm suchten. Und seine Familie ... Welchen Grund mögen sie gehabt haben, nicht seinen Spuren zu folgen? Als Viktor seine Wut nicht länger unterdrücken konnte, öffnete er einen der Minenschächte die zum nahelegenden Fluss Maradar führten. Er versiegelte alle Reen Ausgänge und leitete den Fluss in den Minenschacht.

Die Schreie in der Mine verstummten schnell. Um sicherzustellen, dass kein Reen entkam, wartete er noch einige Zeit am Mineneingang. Viktor konnte nun sicher sein, dass es niemanden im Steemwald geben würde, der ihm ebenbürtig wäre.

Viktor legte seine Kruul Rüstung an und machte sich auf den Weg nach Dornenschlucht. Endlich würde er sich für seine Qualen rächen können. Am nächsten Morgen erreichte er seine alte Heimat. Doch das was er dort sah, war nicht der Anblick den er erwartete. Offenbar hatten die Kruul Wachen zu jener Zeit, als man ihn zum Sterben im Schacht zurückließ, Dornenschlucht überfallen und alles niedergebrannt. Das Dorf war übersät mit den Gebeinen der Einwohner und von den Häusern waren nur noch steinerne Ruinen übrig. Ängstlich näherte er sich der Ruine, die einst sein Zuhause darstellte. Doch er wagte es nicht, sie zu betreten. Er konnte sich denken, was sich darin befand. Die schwarzen Flöhe waren stets gründlich. Am Boden zerstört, verlor sich der ehemals so lebendige Jüngling nun vollends im Zorn. Doch diesmal nicht nur gegen die schwarzen Flöhe.

In seinen Augen waren diese wahrlos mordenden Krieger nur ein Symptom einer kranken Welt, die er nun zu heilen gedachte. Und seine Medizin wäre jene Macht, die er sich bei den Reen angeeignet hatte.

Viktor machte sich auf die Suche nach einer leerstehende Burganlage an einem vergessenen Winkel des Steemwaldes. Das war eigentlich nicht so schwer. Denn nach Kruul's Herschafft des letzten Jahrhunderts, lebten die meisten überlebenden Wesen im Zentrum des Steems. Für die alten Burganlagen hatte kaum einer Verwendung. Und schon gar nicht in den Ausläufern des Steems.

Viktor reiste in den Osten. Nahe des Goldmeeres fand er Schloss Keemar verlassen vor. Lage und Größe entsprachen genau seiner Vorstellung. Hier konnte er sich ganz in Ruhe seinen dunklen Plänen widmen. Und dafür nutzte er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel. Von Magie, über Elektrizität bis hin zu tierischer Unterstützung.

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Quelle: Die Biografie des Bösen

Das Gesicht des Bösen

Die Späher des Lichts haben unermütlich den Steemwald nach verdächtigen Kreaturen abgesucht. Zahlreiche Pinguine wurden entdeckt. Der ein oder andere Strauss hat sich auch im Gebüsch versteckt. Doch wahrhaft Verdächtiges konnte lange Zeit nicht festgestellt werden. Bis heute.

Feen des Kreises der Heiterkeit haben in den östlichen Wäldern eine Kreatur entdeckt, die dort eigentlich nicht hingehört. Sie war ungewöhnlich groß und stark. Mit einem Brustpanzer einer Kruul Wache bestückt, suchte sie mit ihren kalten weißen Augen die Wälder und Sümpfe der Morilaren ab. Kurz bevor jedoch die Sonne aufging, verschwand sie hinter den Gemäuer der Feste Keemar.

Der Beschreibung der Feen nach, ähnelte die Kreatur Viktor dem Bären. Ein abgrundtief bösen Wesen aus einem Steemwald Märchen.


Ob unsere beflügelten Helferleins mal wieder zu tief in den Becher geschaut haben? Weiss doch jeder im Steem, dass es Viktor nicht gibt.

Autor: GetDigital
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Quelle: Das Gesicht des Bösen